MYANMAR 9: NGAPALI BEACH

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lese von Anfang an – Myanmar 1: Yangon

Ich kann nicht einmal beschreiben wie sehr ich mich danach sehnte nach über vier Wochen endlich wieder in Richtung Strand aufzubrechen. Bisher hatten John, mein Reisebuddy, und ich eine unglaubliche Landschaft erleben dürfen geprägt von hohen Bergen und staubiger Luft bei brennender Hitze am Tag und kühlen Nächten.

Doch die Fahrt in den Fischerort gestaltete sich als deutlich komplizierter und langwieriger als gedacht. Noch waren wir in Mindat, einem kleinen Ort in den Bergen des Chin Staates, welches von weniger als 100 Touristen im Jahr besucht wird. Dementsprechend schlecht war natürlich auch die Infrastruktur.

Es dauerte erst Mal eine Weile bis wir überhaupt jemanden gefunden hatten, der Englisch sprach und uns mit einer Busverbindung helfen konnte. Dann stellte sich heraus, dass wir eine lange Reise vor uns hatten: nämlich 36 Stunden. Zunächst ging es über die Sandstraßen quer über die Berge zurück nach Pakkoku, unserem Ausgangsort um nach Mindat zu gelangen. Von dort aus stiegen wir in einen weiteren Minivan, der uns nach Pyay brachte. Es war bereits deutlich nach Mitternacht als wir endlich ankamen. Die ganze Fahrt über saßen wir mal wieder eingequetscht neben sich übergebenden Einheimischen. In Pyay beschlossen wir uns noch kurzfristig in einem Hotel einzuchecken um zumindest ein paar Stunden Schlaf zu bekommen bevor ein weiterer Tag in einem Bus vor uns lag.

Totmüde ging es also am nächsten Morgen gegen 7 wieder zur Busstation, wo der Bus schon auf uns wartete. Zu unserer Überraschung war es dieses Mal immerhin ein recht großes Gefährt und man konnte tatsächlich richtig sitzen ohne komplett eingequetscht zu sein. Doch die Freude hielt nicht lang. Nach etwa der Hälfte des Weges, also mitten im Nirgendwo in den Bergen fuhren wir fast in einen Motorradfahrer. Durch die Notbremsung war irgendetwas an dem Bus gebrochen und wir standen nun verlassen in der prallen Sonne währenddem ein paar Männer versuchten den Bus zu reparieren. Das ständig LKW an uns vorbeisausten und Staub und Sand in unser schwitziges Gesicht beförderten trug nicht gerade zu einer Steigerung meiner Laune bei. Nach etwa 30 Minuten ging es dann aber doch weiter. Leider allerdings nur mit 10 km/h und einem lauten unangenehmen quietschenden Geräusch. Jedes Mal wenn nur eine kleine Steigung vor uns lag dachte ich, dass der Bus jeden Moment einfach wieder rückwärts runterrollen würde. Irgendwie kamen wir dann doch durch die Berge und erreichten ein kleines Dorf, wo der Bus dann richtig repariert werden sollte.

Zu unserem großen Glück war dann auch noch Öl im Kofferraum ausgelaufen, wo unser Gepäck gelagert war. Immerhin konnte es nur noch besser werden! Und das wurde es auch. Nach einer halben Ewigkeit wurden wir gebeten wieder in den Bus einzusteigen und endlich ging es weiter nach Ngapali Beach.

Es war schon wieder dunkel und sehr spät als wir endlich in unserem Gasthaus ankamen. Die Besitzer jedoch waren noch wach und erwarteten uns schon. Uns wurden direkt Fahrräder gegeben, die wir umsonst benutzen konnten und auch Tee stand schon parat.

Das Zimmer war klein, aber hatte ein super gemütliches Bett. Außerdem hatten wir direkt vor unserem Raum eine Terrasse, auf der wir sowieso die meiste Zeit verbringen würden. Aber zunächst einmal hieß es für uns nur schlafen! Es hatte schließlich fast 2 volle Tage gedauert um hier anzukommen.

Am nächsten Morgen genossen wir dann erst einmal ein frisch zubereitetes Frühstück auf unserer Terrasse. Die Verpflegung hier war wirklich super. Jedes Mal wenn wir am Tag von einer Tour oder vom Strand zurückkamen wurden uns frische Früchte und Kaffee oder Tee serviert.

Nach den langen hektischen Wochen des Herumreisens und einigen action-geladenen Aktivitäten genossen wir einfach nur am Strand in der Sonne zu liegen und mit dem Rad die Gegend zu erkunden. An den Abenden speisten wir in einigen der Luxusresorts direkt am Strand, wo es unglaublich leckeres Essen zu einem noch unglaublicheren Preis gab. Für weniger als 20 Euro pro Person erhielt man hier ein komplettes 3 Gänge Menü mit Cocktails und Wein.

Was besonders beeindruckte an dem kleinen Ort waren die unfassbar schönen und leeren Strände. Ich verbrachte ganze Morgen damit kilometerweise durch den weißen Sand zu laufen und mich hin und wieder im kristallklaren Wasser abzukühlen. Ein wirklich perfektes Ende für eine unfassbar ereignisreiche Reise quer durch Myanmar!

P.S. Es dauerte noch einmal etwa 16 Stunden um von Ngapali nach Yangon zu kommen!

TO DO IN NGAPALI BEACH

Radtour: Immer ganz oben auf meiner To-Do Liste sind Fahrradtouren. Ngapali bietet sich super dafür an. Es gibt viele kleine Straßen zu entdecken rund um den Hauptspot für Fischer. Strahlende Kindergesichter und super freundliche Menschen wohin man nur radelt.

Beach, Baby: Oh ja, ich glaube wer wie wir quer durch Myanmar gereist ist genießt es einfach nur am Strand zu liegen und nichts zu tun.

Schorcheln: Um Ngapali Beach gibt es einige gute Schorchelspots. Einige Hotels bieten Touren an, die auch zu nahegelegenen Inseln führen. Definitiv mal probieren!

Essen: Mein Lieblingshobby während des Reisens. Hier gibt es unfassbar gute Restaurants in den Resorts die für wirklich wenig Geld eine sehr gute Leistung erbringen!

HOW TO GET THERE & AROUND

Dorthin zu gelangen ist absolut katastrophal aber dennoch auf jeden Fall die ganze Mühe wert. Es gibt direkte Busverbindungen von Yangon und Pyay. Außerdem gibt es einen Flughafen in Ngapali. Flüge sind allerdings nicht gerade günstig.

WHERE TO STAY

Wir sind im Golden Sea Guesthouse untergekommen und waren mit der Preis Leistung wirklich zufrieden. Die Besitzer waren total zuvorkommend und machten unseren Aufenthalt echt schön. Wer mehr Geld ausgeben will findet mit Sicherheit ein top Hotel direkt am Strand!

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